Medizinproduktabgabe: Wann muss ich als Arzt diese Abgabe entrichten

Verwenden Sie als Arzt medizinische Produkte ausschließlich

  • zur Heilbehandlung und
  • werden die verwendeten Produkte dabei fest mit dem Körper des Patienten verbunden?

Dann betreffen Sie die Vorschriften zu dieser Abgabe nicht.

Grundsätzlich gilt, wer medizinische Produkte an einen Letztverbraucher abgibt, hat die Medizinprodukteabgabe zu bezahlen. Ärzte sind davon betroffen, wenn sie medizinische Produkte an ihre Patienten abgeben, wie z.B. lose Zahnspangen, Blutdruckmessgeräte, Kontaktlinsen usw. Das Verkaufen der Produkte ist genauso abgabepflichtig wie das Vermieten.

Wie wird die Abgabe berechnet?

Die einzelnen medizinischen Produkte werden in Klassen eingeteilt. Der Abgabepflichtige muss selbst feststellen, in welche Klasse die abgegebenen Produkte gehören. Zu zahlen ist sie erst, wenn die Umsatzerlöse der abgegebenen medizinischen Produkte die Freigrenzen der jeweiligen Klasse überschreiten. Je nach Klasse liegt die Freigrenze bei € 25.000,00 bis € 40.000,00.

Wird diese Grenze überschritten, so ist jährlich eine pauschale Abgabe zu entrichten. Die Höhe ist abhängig von der Klasse. Sie geht von mindestens € 250,00 bis maximal € 400,00.

Die zur Abgabe Verpflichteten müssen sich selbst einstufen, die pauschalierte Abgabe entrichten und eine Abgabenerklärung ausfüllen.

Was passiert bei Nicht-Abgabe?

Eine Erklärung ist auch einzureichen, wenn medizinische Produkte abgegeben werden, aber die Freigrenzen nicht überschritten werden.

Wird die Abgabenerklärung nicht eingereicht, ist ein Säumniszuschlag von 2 % und eine Bearbeitungsgebühr von € 25,00 zu bezahlen.

Stand: 07. November 2012

Bild: Sport Moments - Fotolia.com

Über uns: Wir sind Ihr Steuerberater in Linz und Graz, spezialisiert auf die Betreuung von Ärzten. Kontaktieren Sie uns, wir freuen uns auf ein unverbindliches Erstgespräch.

Erscheinungsdatum:

Kontaktformular

In unserer Datenschutzerklärung wird erläutert, welche Informationen wir erheben, aus welchem Grund und wie wir diese Informationen nutzen. Erfahren Sie mehr

Mit einem * gekennzeichnete Felder sind Pflichtangaben.

form_error_msg_button

Mit diesem QR-Code gelangen Sie schnell und einfach auf diese Seite

Mit diesem QR-Code gelangen Sie schnell und einfach auf diese Seite

Scannen Sie ganz einfach mit einem QR-Code-Reader auf Ihrem Smartphone die Code-Grafik links und schon gelangen Sie zum gewünschten Bereich auf unserer Homepage.

Sehr geehrte Klientinnen und Klienten!

Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Corona-Virus haben auch Auswirkungen auf den Kanzleibetrieb. Bis auf Weiteres werden alle Besprechungstermine und Seminare ausgesetzt, unsere MitarbeiterInnen sind überwiegend im Homeoffice tätig. Aus diesem Grund ist die persönliche und telefonische Erreichbarkeit mangels Anwesenheit in der Kanzlei eingeschränkt.

Wir sind bestrebt, die Erreichbarkeit via E-Mail weitestgehend aufrechtzuerhalten, allerdings ist die Bearbeitung von E-Mail-Anfragen im Homeoffice – also ohne Zugriff auf die vollständige Aktenlage in der Kanzlei – nicht immer möglich. Ähnlich wie in der Medizin kommt in dieser Ausnahmezeit auch in der Kanzlei ein Triage-ähnliches Verfahren zur Anwendung – die Anfragen werden nach Dringlichkeit bearbeitet, Notfälle haben Vorrang. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass es zu Verzögerungen bei der Bearbeitung einzelner Anfragen kommen kann.

Grundlegende Informationen rund um Corona finden Sie auch HIER.

Wir wünschen Ihnen in diesen herausfordernden Zeiten alles Gute und vor allem, dass Sie gesund bleiben!

OK